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Lehrerausbildung2018-05-07T08:00:06+00:00

Lehrerausbildung

Seminar Elektrotechnik

Seminarleiter: Peter Palesche
Raum: G029

Link zum Seminar Elektrotechnik

Seminar Wirtschaft & Verwaltung

Seminarleiter: Markus Münchmeier

Telefon: 09131  533848-148
Raum: K110
Staatliche Berufsschule Erlangen

Ausbildung

Die Lehrerbildung in Deutschland ist traditionell zwei Phasen gegliedert: Das Studium an einer Universität als erste Phase und der Vorbereitungsdienst – besser bekannt als „Referendariat“ – als zweite Phase. Gemäß der Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an beruflichen Schulen ist die zentrale „Aufgabe des Vorbereitungsdienstes […] die theoretisch fundierte schulpraktische Ausbildung für die Tätigkeit im Lehramt an beruflichen Schulen.“ Die Studienreferendare sollen während des Vorbereitungsdienstes „[…] schulpraktisch, pädagogisch und didaktisch ausgebildet und gefördert sowie auf seine Tätigkeit und Verantwortung als Lehrer und Erzieher an beruflichen Schulen vorbereitet werden.“ Dabei umfasst Ausbildung „allgemeine Inhalte, in denen  auf der Grundlage des erziehungswissenschaftlichen Studiums in die schulische Arbeit eingeführt wird“, sowie „fachspezifische Inhalte […]“, die zur Erteilung von Unterricht befähigen sollen. (Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an beruflichen Schulen (ZALB))

Der Seminarlehrer

Der Seminarlehrer betreut die Studienreferendare im ersten Ausbildungsabschnitt an der Seminarschule. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Er führt die Studienreferendare […] in die Methodik der jeweiligen Fachrichtung oder des jeweiligen Fachs ein und gibt ihnen Einblick in die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit und in Formen des pädagogisch gestalteten Schullebens.

  • Er bereitet die Fachsitzungen vor und leitet diese.

  • Er organisiert […] Hörstunden, Hospitationen, Lehrversuche, zusammenhängenden und eigenverantwortlichen Unterricht der Studienreferendare, stellt entsprechende Einsatzpläne auf und regelt […] die Teilnahme der Studienreferendare an den Lehrerkonferenzen und Schulveranstaltungen.

  • Er berät die Studienreferendare, insbesondere bei der Vorbereitung von Lehrversuchen, leitet sie zur Verarbeitung der gewonnenen Erfahrungen an, betreut und überwacht sie in ihrem Unterricht.

  • Er berät die Studienreferendare bei der Wahl der Themen für die schriftliche Hausarbeit.

Die Fachsitzungen

Fachsitzungen finden in der beruflichen Fachrichtung wöchentlich im Umfang von mindestens drei Zeitstunden statt.

In den Fachsitzungen erfolgt auf der Grundlage der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studien die Ausbildung in der Methodik und Unterrichtspraxis der beruflichen Fachrichtung und des Unterrichtsfachs. Vorhandene fachdidaktische Kenntnisse werden vertieft. Der Seminarlehrer erstellt für die Fachsitzungen unter Berücksichtigung eines engen Praxisbezuges ein Programm. Dabei werden insbesondere folgende Inhalte berücksichtigt:

  • Die Studienreferendare werden in die Unterrichtspraxis, die Planung, Gestaltung und Auswertung des Unterrichts in den einzelnen Fächern und in verschiedenen Jahrgangsstufen eingeführt.

  • Auf der Grundlage des Lehrplans des jeweiligen Fachs, seiner Lernziele und Lerninhalte, sind die Unterrichtsverfahren und Möglichkeiten der Lernzielkontrolle eingehend zu behandeln. Schwerpunkte hierbei bilden praktische Demonstrationen zu den fach- und schulartspezifischen Arbeitsformen und Arbeitstechniken sowie zur Anwendung von Medien und die Einübung in die Formen der Lernzielkontrolle, in die Bewertung von Leistungen […].

  • Der Bildungswert des jeweiligen Fachs wird innerhalb der Bildungsziele der Schulen und der beruflichen Schulen im Besonderen erörtert; der Beitrag eines jeden Fachs zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben, wie z. B. zur Umwelterziehung und zur politischen Bildung, ist zu verdeutlichen. Dabei wird auf die Fachliteratur, insbesondere fachdidaktische Literatur, und die Ergebnisse der Unterrichtsforschung Bezug genommen und eine Verbindung zur Unterrichtstätigkeit und zu den erzieherischen Aufgaben des Lehrers hergestellt.

  • Die Ausbildung erstreckt sich auch auf die Formen der Zusammenarbeit zwischen den Lehrern des gleichen Fachs und der fächerübergreifenden Zusammenarbeit der Lehrer einer Schule, die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb in der Berufsausbildung, auf die Aufgaben der Beratung der Lehrer und Schüler sowie auf schulrechtliche und schulkundliche Inhalte.

Ausbildungsformen

Die Ausbildung der Studienreferendare vollzieht sich in folgenden Formen:

1. Hörstunden in den eigenen Fächern Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes verschaffen sich die Studienreferendare durch Hörstunden an der Seminarschule einen Einblick in die Unterrichtswirklichkeit ihrer Fächer. Dabei soll nicht nur der Unterricht der Seminarlehrer besucht werden. Hörstunden sind auch im weiteren Verlauf der Ausbildung beim Betreuungslehrer und anderen Lehrern an der Einsatzschule durchzuführen.

2. Hospitationen in anderen Fächern Neben den Hörstunden stehen die Hospitationen, die dem Kennenlernen des Unterrichts in anderen Fächern und an anderen Schularten dienen.

3. Lehrversuche An die Hörstunden schließen sich Lehrversuche an, in denen der Studienreferendar Gelegenheit hat, sich in der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zu üben. Der Seminarlehrer erarbeitet rechtzeitig mit den Studienreferendaren die Zielvorstellungen und die Beurteilungskriterien der Unterrichtsplanung und -durchführung. Die Lehrversuche sollen möglichst eine Unterrichtsstunde umfassen. Bei den Lehrversuchen sind der Seminarlehrer, gegebenenfalls der Lehrer, der für den Unterricht des Fachs in der betreffenden Klasse zuständig ist, und im Allgemeinen die Studienreferendare der Seminarschule anwesend. Die Lehrversuche sind mit den Studienreferendaren durchzusprechen. Das geschieht, soweit allgemeine Kriterien zur Sprache kommen, in den Fachsitzungen, sonst im persönlichen Gespräch. Um den Studienreferendaren die Selbsteinschätzung ihres unterrichtlichen Erfolgs und ihres Lernzuwachses zu ermöglichen, werden nach einer angemessenen Einübungszeit einzelne Lehrversuche vom Seminarlehrer nach den Kriterien der Lehrprobe besprochen. Die Besprechungen dienen dem Studienreferendar als Orientierungshilfe über seinen gegenwärtigen Leistungsstand. Der Zeitpunkt dieser Lehrversuche wird jeweils zwischen Seminarlehrer, zuständigem Lehrer und dem Studienreferendar abgesprochen.

4. Zusammenhängender Unterricht Etwa vom dritten Monat des Vorbereitungsdienstes an kann der Studienreferendar mit Lehraufgaben betraut werden, die mehrere Unterrichtsstunden umfassen, oder zusammenhängenden Unterricht in seinen Prüfungsfächern und im Fach Deutsch an der Berufsschule erteilen. Dieser zusammenhängende Unterricht im ersten Ausbildungsabschnitt beginnt mit nicht mehr als sechs Wochenstunden und übersteigt auch am Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zehn Wochenstunden nicht. Er findet in enger Zusammenarbeit zwischen dem Seminarlehrer, dem Lehrer, der für den Unterricht des Fachs in der betreffenden Klasse zuständig ist, und dem Studienreferendar statt; der zuständige Lehrer trägt die volle Verantwortung für Einhaltung des Lehrplans, Schülerbeurteilung und -benotung sowie für die Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, die bei Pflichtverletzungen zu treffen sind. Soweit dies möglich ist, soll der Studienreferendar an verschiedenen Schularten des beruflichen Schulwesens zusammenhängenden Unterricht erteilen.

5. Eigenverantwortlicher Unterricht Etwa vom siebten Monat des Vorbereitungsdienstes an können geeignete Studienreferendare neben zusammenhängendem Unterricht oder an dessen Stelle auch mit eigenverantwortlichem Unterricht in ihren Prüfungsfächern bis zum Höchstmaß von insgesamt sechs Wochenstunden beauftragt werden. Für die Dauer der Beauftragung übernimmt der Studienreferendar die volle Verantwortung für den Unterricht. Zusammenhängender, eigenverantwortlicher Unterricht und Hörstunden sollen insgesamt zehn Wochenstunden nicht übersteigen. Der Seminarlehrer überzeugt sich in rege lmäßigen Abständen davon, ob der unterrichtende Studienreferendar seiner Aufgabe als Lehrer und Erzieher gewachsen ist.

6. Fachsitzungen Die […] Gebiete der fachspezifischen Ausbildung werden in den Fachsitzungen behandelt. Diese finden in der beruflichen Fachrichtung wöchentlich im Umfang von mindestens drei Zeitstunden, im Zweitfach in der Regel vierzehntägig im Umfang von mindestens fünf Zeitstunden statt. In den Fachsitzungen soll in engem Zusammenhang mit den von den Studienreferendaren im Unterricht gesammelten Erfahrungen die Methodik des Unterrichts der einzelnen Fächer besprochen und durch Beispiele erläutert werden. In den Fachsitzungen sollen auch die Arbeitsformen der Gruppenarbeit (z. B. Referate aller Beteiligten, wechselnder Vorsitz bei Diskussionen, Arbeitsverteilung) berücksichtigt werden. Nach Bedarf können auch andere Lehrer und Fachleute vom Seminarlehrer im Einvernehmen mit dem Schulleiter beigezogen werden. Über die Fachsitzungen werden von den Studienreferendaren Ergebnisniederschriften angefertigt. Ausführliche Niederschriften sind dann anzufertigen, wenn die Niederschrift allen Studienreferendaren Material für Ausbildung und Prüfung bietet.

Der Studienreferendar ist verpflichtet, den von ihm erteilten Unterricht nachweislich stofflich und methodisch vorzubereiten und die erforderlichen Aufzeichnungen zu fertigen.

[…]

Quelle: Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an beruflichen Schulen (ZALB), in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1992 (GVBl S. 487), zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. August 2003 (GVBl S. 587)

 

Universität Erlangen Nürnberg

Kontaktlehrer Elektrotechnik: Hermann Suchy

Kontaktlehrer Metalltechnik: Daniel Leibelt

Dozentin Fachdidaktik: Bettina Hirner

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