Hintergrund

Die Entwicklungen in der Antriebswende im Segment der Personenkraftwagen können unmittelbar an den Neuzulassungen abgelesen werden. Während die Zulassungszahlen von Fahrzeugen mit reinen Verbrennungsmotoren weiter rückläufig sind, erfreuen sich Fahrzeuge mit rein batterie-elektrischen und hybridisierten Antrieben zunehmender Beliebtheit. Gemäß Kraftfahrtbundesamt lag der Anteil neu zugelassener Pkws mit rein batterieelektrischen und hybridisierten Antrieben im Jahr 2025 bei knapp 60 % aller Neuzulassungen. Der gestiegene Ölpreis, aufgrund geopolitischer Abhängigkeiten, dürfte diesen Trend weiter verstärken.

Motivation

Auch Fahrzeuge mit vollständigen und teilweise elektrifizierten Antriebssträngen landen irgendwann für Service-, Instandsetzungs- oder Diagnosearbeiten in den Kfz-Fachwerkstätten. Für zukünftige Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und Kraftfahrzeugmechatroniker ist es daher von enormer Bedeutung, das Betriebsverhalten eines Elektroantriebs ebenso genau zu verstehen wie das eines Verbrennungsmotors. Nur so lassen sich abweichendes Leistungsverhalten, ungewöhnlicher Energieverbrauch oder auftretende Fehlfunktionen erkennen, beurteilen und geeignete Maßnahmen zur Instandsetzung ergreifen.

Theoretische und praktische Vermittlung an der BS Erlangen

Um die E-Maschine in Personenkraftwagen zu entmystifizieren und das zum Teil umfassende neue Wissen in die Ausbildung zu transportieren, wurde an der Staatlichen Berufsschule Erlangen eine Fortbildung für Lehrkräfte umgesetzt. Die Veranstaltung wurde seitens der Regierung von Mittelfranken von Özgür Güler, Fachmitarbeiter für Metalltechnik und Fahrzeugtechnik, organisiert. Die Multiplikatoren für Fahrzeugtechnik Björn Riedl und Michael Nüßlein erarbeiteten und führten die zweitägige Fortbildung in der neuen Ausbildungswerkstatt der Staatlichen Berufsschule Erlangen durch. Die Vermittlung des umfassenden neuen theoretischen Wissens wurde dabei durch geeignete praktische Übungen und Versuche an elektrischen Antrieben sinnvoll ergänzt.

Goes Here